Die Handschrift – nur zweckmässig oder auch schön?

Der Informationsaustausch in der heutigen digitalen Zeit ist einfach und schnell. Rasch ein SMS retournieren, eine Sprachnachricht aufnehmen oder ein kurzes Telefonat. Heute können wir alles in Windeseile erledigen, praktisch ohne schreiben zu müssen. Die Kinder lernen heute bereits früh, dass es jederzeit möglich ist, via whatsapp, Mail, etc. an nötige Informationen zu kommen. Haben wir Erwachsene doch alles Mögliche auf unser Smartphone geladen, was uns hilft, möglichst zeitgewinnend zu arbeiten. Ist denn Schreiben nutzloser geworden? Diese Frage ist berechtigt, sieht es doch so aus, als ob wir untereinander ganz gut ohne Schreiben kommunizieren können.

Vor mehr als 6000 Jahren vor Christus wurden die Grundsteine zur heutigen Schrift gelegt. Damals waren die Zeichen und Bilder die einzige Art der Kommunikation unter den Völkern. Dieses Schriftbild entwickelte sich weiter, bis hin zur heutigen Schrift. Und auch heute ist die Schrift ein sehr wichtiges Kommunikationsmittel, wenn es auch von digitalen Medien etwas unter den Scheffel gestellt wird.

Es können sich sicherlich noch einige gut daran erinnern, wie wichtig das Schreiben bei uns in der Schule war. Seite für Seite im Schönschreibheft eintragen, bei Rechnungen das Plus und Minus untereinander. Das sind nur einige Beispiele für die Förderung der Schrift von damals. Auch in der Schule von heute wird die Förderung der Schrift zelebriert, wenn auch vielleicht etwas eingeschränkt, da die Zeit auch für neue Schulfächer gebraucht wird.

Handgeschriebene Notizen und liebevoll verfasste Worte

Ich glaube jedoch nicht, dass die persönliche Handschrift weniger Wert hat wie früher. Im Gegenteil. Da sie so rar ist, wird sie umso mehr geschätzt. Achtsame, von Hand geschriebene Buchstaben, auf einem wunderbaren Papier zu einem Text verfasst, ist sehr kostbar geworden. Wer freut sich nicht, statt der üblichen Mails einmal einen Brief zu erhalten?

Zudem wird auch heute täglich oft geschrieben. Ich denke da an die vielen Einkaufszettel, welche mir im Supermarkt begegnen. Von Hand geschriebene Zusammenstellungen erleichtern vielen Menschen das Einkaufen. Gerade in einer Familie ist es einfach, eine Liste an der Magnetwand zu haben, auf der Produktwünsche oder ausgegangene Lebensmittel eingetragen werden können.

Wer kennt sie nicht? Die kleinen Post-ist für Gedankenstützen, sei es beim Einschlafen oder im Büro. Rasch eine Notiz am Rande, danach ist es festgehalten und der Geist kann sich wieder frei bewegen. Diese kleinen Zettel können helfen, den Tag zu strukturieren oder Aufgaben zu gliedern. Zudem ist es sehr befreiend, wenn erledigte Aufgaben ganz rasch abgehakt werden können.

Liebevolle kleine Nachrichten innerhalb der Familie werden auch oft als Schreibanlass genützt. Sind doch kleine Briefe oft eine Art Geheimsprache und werden von einigen Familienmitgliedern mit Freude benützt. Eine Entschuldigung für ein verpatztes Verhalten, ein liebevolles Kompliment oder eine kurze Aufenthaltsnotiz, all das finden einige Kinder und Erwachsene sehr spannend und wenden es fast täglich an.

Spätestens wenn wir die diversen Schreibasseccoires anschauen, merken wir, dass das Schreiben nicht an Wert verloren hat. Schön verzierte Bleistifte, verschiedene Gelschreiber, diverse Kugelschreiber bis hin zu wertvollen Schreibgeräten. Das alles hat heute einen grossen Stellenwert. Und auch hier verhält es sich ähnlich wie mit dem Briefe schreiben. Edle, persönlich gravierte Schreibgeräte wurden früher gerne zur Firmung, zur Konfirmation oder zum Lehrabschluss geschenkt. Heute sind die Geschenke zu diesen Festen wohl etwas anders. Jedoch fällt es heute richtig auf, wenn wir bei einer geschäftlichen Unterschrift ein wunderbares Schreibgerät in den Händen halten. Oder wenn in der Handtasche der personalisierte Kugelschreiber zum Gebrauch bereitsteht.

Vielleicht ist es einfach wichtig, das Schreiben aus allen Facetten zu betrachten. Nur so können wir erkennen, wie wichtig für uns Menschen die Schrift ist. Sie wird vermutlich immer einen Stellenwert in unserem Leben einnehmen. Wieso versuchen wir nicht mal, einmal pro Woche jemandem ein paar Zeilen zu schreiben? Oder in einem ausgewählten Buch eine Art Tagebuch zu verfassen? Oder die Liebsten in der Familie mit unerwarteten kleinen Notizen zu überraschen? Eventuell können diese kleinen Schrift-Zeichen Grosses bewirken.

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