Was ist eigentlich Upcycling?

Beim Recycling, der Wiederherstellung werden bestehende Produkte oder Rohstoffe nochmals verwendet und es entstehen Stoffe aus minderem Wert. Anders dagegen ist es beim Upcycling. Das Wort setzt sich aus Up, höher und Recycling, Wiederherstellung zusammen. Daher entstehen beim Upcycling Produkte aus bereits gebrauchten Gegenständen, jedoch mit höherem Wert.
Upcycling ist keine neue Erfindung. Diese Art von Wiederverwendung spielt in ärmerer Gesellschaft schon lange eine grosse Rolle. So werden beispielsweise aus alten Gummipneus Sohlen für Schuhe gefertigt. Auch bei uns haben sich unsere Grossmütter in Upcycling geübt. Alte Stoffresten wurden zu Teppichen gewebt, aus alten Jeans wurden Taschen, alte T-Shirts wurden zu Decken usammengenäht (Patchwork).
Wir haben diese Art von Wiederverwertung etwas verlernt. Daher ist es wunderbar, dass Upcycling eine Art «Wiedergeburt» erfahren darf. Heute ist es modern, aus alten Gegenständen, neue zeitgemässe und cool aussehende Produkte zu fabrizieren. Zum Beispiel alte Euro-Palette werden abgeschliffen, zum Teil mit shabby-chic-Farbe angepinselt und zu coolen Blumenbeeten, Tischen oder Garderoben zusammengeschustert.


Upcycling – Zuhause – Kinderleicht

Wir können unser Zuhause neu dekorieren, ohne viel Geld zu investieren. Das geht ganz einfach. Hier ein paar Ideen.

1. Glühbirnen-Vase

Der Sockel der Glühbirne wird so lange mit der Zange gedreht, bis er sich herausziehen lässt. Mit Hilfe eines Schraubenziehers kann dann das Glas im Sockel zerbrochen werden, bis es komplett herausfällt. Bitte vorsichtig vorgehen. Die Glühbirne könnt ihr nun von ihrem Leuchtgegenstand befreien. Der Glaskolben sollte dabei ganz bleiben.
Nun zwei gegenüberliegende Löcher in das Gewinde bohren, um einen Draht oder eine Schnur durchzuziehen.
Zum Schluss braucht es noch Dekomaterial, wie zum Beispiel Blumen. Somit habt ihr eine tolle Hänge-Vase kreiert.
Auch in der Küche macht sich die aurangierte Glühbirne gut als Eyecatcher.


2. Springform-Blumentopf

Vielleicht habt ihr von den Eltern oder Grosseltern alte Springformen, Gelte oder sonst einen ausrangierten Topf, welcher nicht mehr zum Einsatz kommt.
Den Boden, sofern ein loser Boden vorhanden ist, könnt ihr mit Leim oder Klammern an den Rand befestigen. Und sonst ganz einfach Erde einfüllen, Pflanze Einsetzen und sich an dem  tollen, neuen Blumenarrangement erfreuen.


3. Vasen

Alte Flaschen müssen nicht recycled werden. Sie eignen sich hervorragend zum upcyclen. Das Glas zum Beispiel mit weisser Acrylfarbe, Kalkfarbe oder schwarzer Tafelfarbe überziehen. Sieht einfach schön aus.
Gibt es Etikettenrückstände auf den Flaschen, lassen sich diese mit Warmwasser, Öl oder Nagellackentferner gut lösen.
Eventuell braucht es für eine gute Deckung 1-3 Maldurchgänge. Dies hängt von der Farbe ab. Die Flaschen zum Trocknen auf ein Gitter oder umgekehrt auf einen Flaschentrockner stellen und fertig. Mit der Tafelfarbe können die Flaschen auch optional mit einem Menü beschrieben oder mit dem Namen versehen werden.

4. Laternen aus Petflaschen

Für die Laternen braucht ihr eine 1,5 Liter PET-Flasche. Mit einem Küchenmesser oder einer Schere in der Hälfte der Flasche vorsichtig einstechen und dann rundherum schneiden.
Für die Deko könnt ihr entweder verschiedene Tapes verwenden und diese rund um die abgeschnittene Flasche kleben. Oder ihr könnt aus verschieden farbigen Zeitungspapieren beliebige Formen ausschneiden und diese mit einem transparenten Klebeband ankleben. Noch einfacher ist es, die Flasche mit Acrylfarbe anzumalen.
Mit einer Wollnadel kannst du nun zwei gegenüberliegende Löcher etwa 1cm unterhalb des oberen Randes stechen. Den Blumendraht einfädeln und eine Schlaufe drehen. Zum Schluss das Teelicht mit Klebeband auf den Flaschenboden kleben und schon ist die selbstgemachte Laterne fertig.

Guck, die tollen Re-Cycle-Me-Bastelsets: