Gegründet von drei Jungunternehmer steht Lumière des Alpes für Innovation, feines Handwerk und Qualität. Angefangen hat alles mit Milchkannen Laternen, die zwei Schweizer Traditionen miteinander verbinden: Die urchige Milchkanne und den klassischen Scherenschnitt.

Wir haben Florian Gutzwiller (in der Mitte), einer der drei Gründer, an der Messe inhouse getroffen.

Hallo Florian, schön, dass Du Dir Zeit genommen hast für ein kurzes Interview mit uns!
Lumière des Alpes ist ja ein sehr erfolgreiches Schweizer Start-Up Unternehmen, uns interessiert Eure Geschichte, wie habt ihr Euch kennengelernt?

Wir drei Gründer, Raphael (links), Sarino (rechts) und ich, sind seit über 10 Jahren gut befreundet und treffen uns auch heute noch jede Woche auf ein Glas Wein. Sarino ist unser Profi für den Administrations-Dschungel und das Marketing, Raphael kümmert sich als Produktdesigner beispielsweise um 3D Rohzeichnungen unserer Produkte und ich überwache die Produktion und bin viel mit der Entwicklung neuer Produkte beschäftigt.

Und mit welchem Produkt habt ihr eigentlich angefangen?
Wir haben mit den Milchkannen angefangen, für die wir noch heute sehr bekannt sind. Der erste Prototyp entstand gut 1.5 Jahre vor dem Eintritt in den Markt. Es war ein langer Weg, denn wir wollten keine halben Sachen machen. Erst gab es die klassischen silbernen Milchkannen, später folgten Ausführungen in schwarz und weiss, die ebenfalls sehr grossen Anklang fanden.
Für die Milchkannen L’Originale beziehen wir gebrauchte Milchkannen von Schweizer Bauern, diese werden dann mit einem 3D-Wassersandstrahler geschnitten und werden so zum absoluten Unikat und sind streng limitiert.

Genau wie unsere Kunden lieben wir Eure Milchkannen und auch die anderen Produkte aus Eurem Haus. Was ist Euer Erfolgsrezept?
Wir machen keine halben Sachen und sind selbst überzeugt von unseren Produkten. Ausserdem wollen wir lieber in ausgewählten Boutiquen und Läden vertreten sein, statt in grossen Geschäften. Auch wenn das natürlich verlockend wäre, sind wir diesem Grundsatz treu geblieben. Das wissen auch unsere Zwischenhändler zu schätzen, zu denen wir einen sehr guten direkten Kontakt pflegen.

Es gibt immer wieder tolle Neuheuten bei Euch. Was inspiriert Euch?
Die Kunst der verzierten Milchkannen haben wir bei Bergbauern gesehen. Die haben die Verzierungen mit dem Dremel von Hand in die Milchkannen gesägt, das hat uns spontan gefallen und nachhaltig beeindruckt. Die Kombination mit dem klassischen Scherenschnitt hat uns am besten gefallen und so sind wir mit der wohl bekanntesten Schweizer Scherenschnittkünstlerin Esther Gerber zusammengekommen. Wir lieben unsere Heimat und das Schweizer Brauchtum und möchten die Tradition mit der Moderne verbinden.

Du hast gerade Esther Gerber erwähnt. Wie habt ihr euch kennengelernt und läuft da die Zusammenarbeit?
Wir haben auf der Suche nach Mustern verschiedene Scherenschnittkünstler angeschaut. Auf einem Markt in Luzern haben wir Esther das erste Mal getroffen und Ihr unser Projekt vorgestellt.
Esther zeichnet in tagelanger Handarbeit traditionelle Bilder und schneidet diese von Hand aus. Ergebnis sind einzigartige Kunstwerke, die in Feinheit und Genauigkeit kaum zu übertreffen sind. Ihre Handschrift ist unverkennbar. Und sie hat extrem hohe Ansprüche. So kann es sein, dass ein Ästchen eines Baumes mehrmals geändert werden muss. Oder die Art, wie der Musiker das Alphorn hält. Am Schluss machen genau diese Details die Qualität aus. Auch wenn wir manchmal ungeduldig wurden, wissen wir es sehr zu schätzen, dass sie dieser Detailtreue viel Bedeutung zuspricht. Durch unsere Zusammenarbeit ist inzwischen eine Freundschaft entstanden.

Wo werden Eure Milchkannen produziert? Und wo liegen die Herausforderungen in der Produktion?
Wir produzieren unsere beliebten Milchkannen in einer kleinen Manufaktur im Norden von Indien. Die Produkte werden von Hand gefertigt, so wird beispielsweise auch die Farbe von Hand aufgetragen, da muss das Mischverhältnis perfekt stimmen. Wir mussten zum Beispiel lernen, dass auch Witterungseinflüsse, wie der Monsun, eine entscheidende Rolle spielen kann.
Wir sind selbst oft vor Ort, um den Prozess zu begleiten und mögen die Nähe zu unseren Arbeitern. Wir würden auch nie mit einem Anbieter ohne Zertifizierung arbeiten. Die beiden Zertifizierungen SEDEX (Nachhaltigkeit in der Lieferkette) und BSCI (weltweite Verbesserung der Arbeitsbedingungen) sind uns sehr wichtig. Nur so können wir nicht nur Qualität bieten, sondern auch zu fairen Bedingungen produzieren lassen.

Vielen Dank für das Gespräch, lieber Florian, erzählst Du uns zum Abschluss noch etwas über Euer neuestes Produkt «mon petit Chalet»?
Sehr gern. Mit der neuen Kollektion «mon petit Chalet» wollen wir ein Stück Schweizer Geschichte in jedes Zuhause bringen. Wir verwenden dazu ausschliesslich rezykliertes Holz von echten Schweizer Chalets, Maiensäss oder einem Stadel. Wahre Unikate. Diese werden von Hand aufbereitet, damit der ursprüngliche Charakter bestehen bleibt. Die Scherenschnitte werden aus rohem Stahl mit Hilfe von Hightech Laser zu einem filigranen Kunstwerk. Und wir sind sehr stolz darauf, sagen zu können, dass dieses Produkt 100% Swissmade ist.

Vielen Dank für das Interview. Wir freuen uns auf unsere weitere Zusammenarbeit.

Lass auch du dich von den schönen Werken begeistern