Wie es uns Eltern gelingt, die Kinder beim Lernen und den Hausaufgaben zu unterstützen

«Intelligenz, Fleiss und gute Lehrpersonen sind entscheidend für den Schulerfolg des Kindes.»
Dieses Statement ist sicherlich richtig, was jedoch genau so entscheidend ist wie Fleiss und Intelligenz, ist die Rolle der Eltern. Die Beziehung Kind-Eltern spielt beim Lernen eine wichtige Rolle, wie auch die elterliche Einstellung zur Schule und zum Lernen. Somit wirkt sich eine positive Haltung der Eltern gegenüber der Schule und des Lernens auch positiv auf den Lernerfolg des Kindes aus.

Wir Eltern haben im Alltag mit Arbeit, Haushalt, Erziehung und Freizeit oft einiges zu Tun. Daher ist es eine Herausforderung, uns auch noch mit Lernen und Hausaufgaben auseinander zu setzen. Daher ist es auch verständlich, dass das Thema «Lernen und Hausaufgaben» der tägliche Reibungspunkt in vielen Familien darstellt. Gerade wenn das Kind eher unselbstständig ist und die Noten ungenügend sind, versuchen viele Eltern sich dem Thema anzunehmen und möchten das Kind unterstützen. Was nicht immer einfach ist. Denn in erster Linie soll das Kind früh lernen, allein zu lernen. Die Eltern haben ganz einfach die Hauptverantwortung und müssen ihrem Kind den Rahmen und die Struktur bieten, um sinnvoll lernen zu können. Somit sollten wir Eltern lernen, wo unsere Hilfe und Unterstützung sinnvoll ist und wo wir unser Kind zur Selbstverantwortung hinführen können.

Mit diesen 4 einfachen Tipps unterstützen wir die Kinder 

1. Vorbereitung Wochenplan/Lernplan

Was heisst das nun? Als erstes ist es wichtig, dass das Kind in der Vorbereitung zum Lernen unterstützt wird. Lernen ist ja gut und schön, doch wie? Mit einer guten Vorbereitung wird bereits viel abgefangen. Dafür ist es wichtig, dass die Eltern und das Kind früh genug mit dem Lernen beginnt und die Eltern informiert sind, wann welche Prüfung stattfindet. Wie weiss ich nun als Mutter, wann mein Sohn oder meine Tochter eine Prüfung hat?
Für mich als Mutter war ein Wochenplaner eine grosse Hilfe. Ende der Woche stellen wir
gemeinsam die neue Woche zusammen. Dies kann folgendermassen aussehen: Das Kind kann zusammen mit dem Hausaufgabenbuch und der Hilfe der Eltern einen Wochenplan führen, in den es jede Prüfung der kommenden Woche schreibt. Zusätzlich können zusätzlich auch wöchentliche Trainingszeiten und/oder speziellen Aufgaben notiert werden.
Diese Wochenstruktur gibt dem Kind Sicherheit und bringt Ruhe in die Woche; zudem lernt es zu Planen.
Nun geht es darum, die Lernziele für die Prüfung den noch ausstehenden Tagen zuzuordnen. Wenn die Prüfung am Donnerstag stattfindet, hat das Kind Montag, Dienstag und Mittwoch Zeit zum Lernen. Wenn nun die Lernziele den zu Verfügung stehenden Lerntagen zugeordnet werden können, hat das Kind pro Tag den genauen Lernstoff und muss nicht in einer Hauruck-Übung alles auf einmal ins Gehirn katapultieren.
Somit kann nun im Wochenplan genau notiert werden, an welchem Tag wann und was gelernt wird.
Der Wochenplan und die Lernzieleinteilung nehmen dem Kind und den Eltern enormen Druck weg. Das Kind kann so ruhig in die Woche starten und weiss genau, was, wann zu tun ist.

2. Lernort auswählen

Der erste Schritt zum erfolgreichen Lernen ist gemacht. Nun kann das Kind selbstständig an die Arbeit gehen. Die Rolle der Eltern ist jedoch auch hier ganz klar: Dabei sein und wenn nötig Starthilfe geben. Wie geht das Kind nun ans Lernen heran? Wo lernt es am besten und am liebsten?
Der richtige Lernort ist sehr wichtig und entscheidet darüber, ob der gelernte Stoff sich auch wirklich festsetzen kann. Ein sollte ein ruhiger Ort sein, wo das Kind ohne Störung lernen kann. Zudem ist es von Vorteil, wenn der Ort nicht zu viel Ablenkung bietet. Ein definierter Lernort kann auch helfen, sich auf das Lernen einzustellen und konzentriert an dem jeweiligen Thema zu arbeiten.


3. Lernen in Etappen

Kinder haben oft Mühe lange zu sitzen und sich zu konzentrieren. Daher ist es sinnvoll, in kurzen Etappen zu lernen (15-30 Minuten). Nach einem Lernblock kann sich das Kind eine sinnvolle Pause von 10 Minuten gönnen und auch einen Ortswechsel vornehmen (draussen spielen, etwas essen, lesen, Hörspiel hören, usw.) Danach ist wieder Energie und Konzentration für einen zweiten Lernblock vorhanden.

4. Belohnung

Für Kinder ist es sehr wichtig, dass sie sich etwas zutrauen und lernen auf sich stolz zu sein. Wenn das Kind nun fleissig und konzentriert arbeitet, gibt es dem Kind Freude und Selbstvertrauen, wenn es dafür belohnt wird. Die Belohnung soll kein Geschenk sein, eher eine zusätzliche Einheit Medienzeit oder ein feiner Zvieri. Eventuell kann es dem Kind auch eine Freude machen, wenn es die Mahlzeit aussuchen kann. Zusätzlich ist es sehr wichtig, dass wir dem Kind nach getaner Arbeit auf die Schultern klopfen. So merkt das Kind mit der Zeit, dass es ein schönes und erfüllendes Gefühl sein kann, eine Aufgabe zu erledigen.

 

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