Bienen – für Mensch und Natur von wichtiger Bedutung

Die Geschichte der Bienen und Blumen kennt jeder. Aber so richtig bewusst sind wir uns dann doch nicht darüber, welch entscheidende Rolle die Bienen in unserem fragilen Ökosystem spielen. Fakt ist: Heute ist die Biene nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier weltweit. Ihre Leistung wird allein in Europa mit ca. 15 Milliarden Euro beziffert. Diese Summe wäre in etwa notwendig, um die Arbeit der Bienen zu ersetzen. Wenn das denn überhaupt möglich ist, denn daran haben Experten berechtigte Zweifel.

Auch wenn sie im Sommer manchmal lästig sind, Bienen sind die Grundlage unserer Pflanzenwelt. Die hervorragenden Bestäuber sind Hauptverantwortliche für gute Ernten und Artenvielfalt. Ohne Bienen werden die Regale im Supermarkt ziemlich leer. Zwei Drittel unserer Nahrung, beispielsweise Äpfel, Birnen, Gurken und Kürbisse gäbe es nicht ohne die Arbeit der fleissigen Bienen. Die Bestäubung durch unsere Honigbienen reicht dabei bei weitem nicht aus, die Erträge zu sichern. Auch Wildbienen leisten einen unverzichtbaren Beitrag. Doch leider stehen mehr als die Hälfte der Wildbienenarten auf der roten Liste. Nicht zu vergessen, dass der Rückgang der Bestände eine Kettenreaktion auslöst, die unser gesamtes Ökosystem ganz schön in Wanken bringen würde, denn andere Tiere, die sich von Beeren und Samen ernähren, finden ohne Bienen weniger zu fressen. Und damit bricht nach und nach der ganze natürliche Kreislauf zusammen.

Und obwohl wir das eigentlich alle wissen, ist der Bestand der unentbehrliche Helfer seit Jahren in Gefahr und Biologen schlagen schon lange Alarm: Das Bienensterben schreitet schnell voran. Dabei möchte man sich eine Welt ohne Bienen lieber nicht vorstellen. Also, höchste Zeit zu handeln! Auf dass es bei uns noch lange brummt und summt. Um mehr Aufmerksamkeit für das dringenden Schutz der Bienen zu generieren hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 20. Mai als Welt-Bienen-Tag ausgerufen.

Schaffe wertvollen Lebensraum für die Bienen

Auch du kannst etwas dafür tun, dass der Wildbienenbestand nicht weiter sinkt. Bienenfreundliche Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon helfen allen Insekten dabei, genügend Nahrung finden. Dabei bieten bienenfreundliche Pflanzen bieten mehr als bunte Blüten, sie sind vielmehr reichhaltig an Nektar und Pollen. Geranien und Forsythien beispielsweise erfreuen uns zwar mit ihren bunten Blüten, bieten aber Bienen, Hummeln und Schmetterlingen nicht genügend Nahrung. Besser sind Lavendel, Löwenzahn, Sonnenblumen oder Brom- und Himbeeren.

Eine bunte Blumenwiese statt eines englischen Rasens, einheimische Pflanzen statt bunter Exoten: Gestalte deinen Garten wild und unordentlich. Der Verzicht von chemischen Pflanzenschutzmitteln im eigenen Garten ist ein weiterer Schritt, den Bienen zu helfen. Für fast alles gibt es inzwischen biologische Alternativen. Auch, wenn du beim Einkaufen darauf achtest, das grösstenteils Bio-Lebensmittel im Einkaufswagen landen, hilfst du den Bienen. Genauso, wenn du deinen Honig beim lokalen Imker kaufst, statt im Supermarkt. Denn dort besteht das Sortiment vor allem aus industriell verarbeitetem Honig, der eine Mischung aus verschiedenen Ländern enthält.

Und wenn es im Sommer besonders heiss wird, ist eine Wasserquelle sinnvoll. Dazu reicht ein Schüsselchen oder ein flacher Teller mit frischem Wasser, ein paar Steinchen, Moos oder Äste reinlegen, fertig ist die Bienentränke. Wichtig ist ein flacher Zugang, damit die Insekten auch wieder rauskrabbeln können. Am besten stellst du die Tränke an einem warmen, windstillen Ort auf und wechselst das Wasser regelmässig. Die Bienen werden es dir danken! Ein Insektenhotel oder ein Hummelkasten ist eine weitere wichtige Unterstützung. Die gibt es vielerorts zu kaufen, du kannst sie aber auch gut selbst gestalten, Anleitungen dafür gibt es im Internet.

Die Bienen tun so viel für uns. Höchste Zeit, etwas zurückzugeben! 

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