Einführung eines Wochenplans

Habt ihr euch auch schon gefragt, warum die Kinder in der Schule oder im Kindergarten so ruhig und konzentriert sind und genau wissen, was sie zu tun haben? Und warum sie zu Hause ständig quengeln und unmotiviert sind, wenn es darum geht, Ämtli oder Arbeiten wahrzunehmen?
Sicherlich hat es viel mit der fremden Umgebung und mit den anderen Kindern zu tun. Einen grossen Teil trägt jedoch der gut strukturierte Tagesablauf bei. Gerade ich musste im Homeschooling feststellen, dass ein Tagesablauf von Nöten ist. Die Kinder müssen den Ablauf kennen, es muss sich immer wiederholen. Somit wird aus den Arbeiten ein Ritual. Das gibt den Kindern Sicherheit und Orientierung.
Ich glaube jedoch auch, dass es anspruchsvoll ist zu Hause einen Wochenplan durchzuführen. Die Kinder haben unterschiedliche Alter, haben verschiedene Lern-, Schul- und Trainingszeiten und sind somit oft selten gleichzeitig zu Hause. Daher ist es wichtig, dass ihr nachsichtig mit euch selbst seid, wenn ihr einen Wochenplan einführen und durchführen wollt. Es braucht viel Kontrolle und manchmal müssen die Wochenpläne nach einiger Zeit überarbeitet oder neu aufgeführt werden.

Hier sind 5 konkrete Schritte, wie ein einfacher Wochenplan gut in der Familie umgestezt werden kann.

Schritt 1: Wochenplan Vorlage erstellen

Wochenplan-Vorlage basteln, kaufen oder ausdrucken. Ideen gibt es haufenweise, inhaltlich sind sie meist gleich aufgebaut. Wichtig ist hier zu entscheiden, was am besten gefällt oder zur Familie passt. Zum Beispiel eine magnetische Whiteboardtafel, welche jeden Tag neu beschriftet oder bepint werden kann.
Des Weiteren geht es darum, den Wochenplan auf die Tafel zu malen oder zu kleben. Alternativ kann auch nur der aktuelle Tag aufgeschrieben werden und dieser wird dann jeden Abend neu besprochen und beschriftet.
Zum Schluss geht es noch darum, die Familie zusammenzutrommeln und mitzuteilen, dass es ab heute einen Wochenplan gibt.

Schritt 2: To Do’s erstellen

im nächsten Schritt geht es darum, "To Do’s" oder Arbeitsaufträge (Ämtli) zusammentragen. Für die Kinder ist es wichtig, selbst etwas beitragen zu dürfen. Sie lernen so Verantwortung zu übernehmen und erledigen die selbstgestellten Aufgaben meist mit besonders viel Elan.

Schritt 3: Kreativ werden

Jetzt können nun die zusammengetragenen Aufgaben als Bilder ausgeschnitten, auf die Tafel jeden Tag neu aufgeschrieben oder als Magnetkarte verwendet werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es ist wichtig zu beachten, dass es für die Familie einfach durchführbar ist und die Symbole auch eindeutig einer Aufgabe zugeteilt werden können.

Schritt 4: Durchführen

Dieser Punkt finde ich persönlich besonders wichtig: Jeder noch so schöne Wochenplan ist verloren, ohne die notwendige regelmässige Planung. Es ist wichtig, sich zu überlegen, wie die Planung in der Familie durchgeführt werden kann. Bei kleineren Kindern können die Eltern die Planung übernehmen und sie jeden Tag auf die Aufgaben aufmerksam machen. Bei älteren Kindern ist es grossartig, wenn sie gemeinsam in einem regelmässig stattfindenden Gespräch die Planung erstellen können. Mit der Zeit werden die Kinder die Planung sogar selbstständig übernehmen wollen. Es kann ein Gewinn für die Familie sein, wenn die ganze Familie am Sonntagabend zusammensitzt, um die Woche gemeinsam besprechen. So starten die Kinder und auch die Eltern mit viel Sicherheit, Vertrauen und Zusammengehörigkeit in die neue Woche.

Schritt 5: Kontrolle

Bitte vergiss nicht die Kontrolle der Wochenpläne. Macht euer Kind immer wieder auf die ausstehenden Arbeiten aufmerksam. Es bereitet nämlich auch den Kindern eine grosse Freude, wenn sie erledigte Aufgaben abhaken können. So lernen die Kinder auf spielerische Weise den selbstständigen Umgang mit Aemtli und Pflichten. Sie erfahren zudem das gute Gefühl von erledigten Aufgaben.

Bring auch du Struktur rein: