Willkommen in der bunten Welt der Seifenblasen

Rezepte für Seifenblasen gibt es viele. Googelt man ein bisschen, findet man schnell dutzende von Rezepturen und hunderte von Varianten in mehr oder weniger schlauen Blogs. Gut, so viele Varianten sind es am Schluss dann doch nicht, das Internet ist ja auch eine Kopiermaschine. – Trotzdem hat man bald den Eindruck, es gebe nichts, was nicht zum Seifenblasenmachen geeignet wäre: Spüli, Zucker, Fischkleister, Maissirup, Speiseöl, Backpulver oder Kernseife. Alles scheint irgendwie zu funktionieren. Mehr oder weniger jedenfalls. Wir hatten aber keine Lust auf Probieren und Optimieren. Darum haben wir einfach so lange weitergesucht, bis wir das ultimative Rezept gefunden haben. Es erfüllt alle unsere Wünsche: Es ist einfach und erprobt. Es eignet sich für farbige Riesenseifenblasen. Man bekommt alle Zutaten problemlos. Und ist günstig.

Die perfekte Mischung

Zutaten, die du brauchst:

  • 4 l Wasser
  • 160 ml Fairy ultra
  • 6 g Guarkernmehl
  • 4 g Natron
  • 2 g Zitronensäure

So wird’s gemacht:

1. Natron findest du bei den Backwaren. Eine präzise Waage vielleicht in der Schublade: Vom Natron braucht es 4 Gramm.
2. Zitronensäure braucht man zum Konfimachen. Du brauchst 2 Gramm. In einem Briefli sind 5 Gramm, also nimmst du knapp die Hälfte.
3. Guarkernmehl braucht man zum Saucebinden. Es wird aus einer Bohne gewonnen. Du findest es im Reformhaus. 6 Gramm brauchst du.
4. Es geht nicht mit jedem Spülmittel! Die Community schwört auf Fairy ultra. Davon nimmst du 160 Milliliter, also 1,6 Deziliter.
5. Das Guarkernmehl löst sich schlecht, sehr schlecht, wenn du es direkt ins Wasser schüttest. Es gibt Klumpen, die du kaum mehr wegbringst. Daher verrührst du es mit etwas Spülmittel zu einer Paste, indem du immer mehr Spülmittel hinzufügst.
6. Jetzt schüttest du alles in einem Litermass zusammen. Das aufgelöste Guarkernmehl, das Spülmittel und natürlich Wasser.
7. Natron und Zitronensäure streust du ebenfalls hinein. Jetzt kommen 3 Liter Wasser dazu. Am Schluss hast du 4 Liter vom Mix. Wer im Chemielabor arbeitet, kann den idealen pH-Wert (etwa 7.6) messen. Er ist verantwortlich für die schönen Farben.

Der perfekte Seifenblaser-Halter

Zutaten, die du brauchst:

  • Zwei Stecken
  • Etwas Schnur aus Baumwolle
  • Ein Ring als Gewicht
  • Ein Bohrer
  • Eine Schere

So wird’s gemacht:

1. Irgendwie muss man die Schnur am Stecken befestigen. Am elegantesten mit einem Loch. Natürlich bohrt man mit Unterlage!
2. Die Baumwollkordel wird eingefädelt. Es muss Wolle oder Baumwolle sein, eine Polyesterschnur nimmt kein oder zu wenig Wasser auf.
3. Die eingefädelte Schlaufe wird einfach über den Stecken gelegt. Ist supereinfach, hält bombenfest und rutscht nicht.
4. Die Enden knüpft man zusammen, das ist ja keine Hexerei. So kann man ausserdem das Dreieck grösser und kleiner machen.
5. Am Schluss kommt unten noch ein Gewicht dran. Es macht, dass die Schnüre schön fallen und sich nicht verheddern.

Diese drei Dinge muss man haben. Schüssel, Seifenblasenlösung und das Schnurgebilde. Und dann kann der Spass beginnen.