Das beliebteste Kartenspiel der Schweiz

Jassen gehört zur Schweiz wie Berge, Kühe und Käse. Es ist nach wie vor das beliebteste Kartenspiel der Schweiz und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Auch wenn man dazu eigentlich gar keinen Grund braucht, hier vier Gründe, warum wir alle mehr jassen sollten:

1. Es gibt unzählige Jassvarianten, das sorgt für Abwechslung

Wie die meisten von uns habe ich als Kind mit «Tschaus Sepp» das Jassen kennengelernt. Später kamen dann immer anspruchsvollere Spielarten dazu, allen voran der «Schilten Ober» und der «Differenzler». Es gibt aber noch viele andere Arten zu Jassen. Beim Coiffeur beispielsweise können bei jeder Runde neue Spiele angesagt werden, ob «Obe-Abe», «Guschti» oder «Slalom», gute Unterhaltung ist beim Jassen garantiert. Die beliebteste Variante und die Königsdisziplin ist nach wie vor der «Schieber», der zu viert gespielt wird.

2. Jassen geht fast immer und überall

Gejasst wird im Winter in der warmen Stube nach einem feinen Raclette genauso wie an einem heissen Sommertag in der Badhose auf dem Balkon mit einem kühlen Bier in der Hand. Egal, ob im Flugzeug, im Zug oder am Stammtisch, man braucht nur eine beliebige Anzahl Mitspieler und ein Set Karten. Und die passen in jede Hosentasche. Übrigens, kleiner Tipp: sollte mal kein Stift und Papier zur Hand sein, die erjassten Punkte lassen sich auch bequem im Handy notieren.

3. Jassen ist Sport, Denksport

Wie alle Kartenspiele ist auch Jassen ein gutes Gedächtnistraining, denn jeder Jass ist anders und die Karten werden ständig neu gemischt.  Ein guter Jasser weiss jederzeit, welche Karten Bock sind und wie viele Trümpfe schon gegangen sind. Und beim abschliessenden Zählen der 157 Punkte kommt auch das Kopfrechnen nicht zu kurz.

4. Jassen wird nie langweilig

Die Regeln sind zwar schnell gelernt, aber bis man richtig gut jassen kann braucht es Jahre. Und jede Menge Erfahrung. Und je besser man wird, umso grösser wird der Suchtfaktor. Beim Jassen geht es aber nicht nur ums Können, es gehört, je nach Spielvariante, auch noch eine grosse Portion Kartenglück dazu. Und noch was: Nirgends lässt es sich so herrlich streiten wir beim Jassen. Das gehört einfach dazu.

Also, auf geht’s, hol die Jasskarten aus dem Schrank!

PS: Und wenn mal keiner zum Spielen da ist, man kann inzwischen sogar online jassen. Stöck Wyys Stich heisst zum Beispiel eine beliebte Jass-App. Das Spiel ist also definitiv im 21. Jahrhundert angekommen. 

Viel Spass beim Spiel: