Mit diesen Tipps gelingt das Homeoffice auch mit Kindern

Momentan stehen wieder viele Eltern vor einer grossen Herausforderung: Sie sollen zu Hause arbeiten und gleichzeitig die Kinder betreuen. Gar nicht so einfach, denn Kinder möchten spielen, toben und vor allem unterhalten werden. Besonders kleine Kinder fordern viel Aufmerksamkeit und Zeit ihrer Eltern ein. Ein Kind über einen längeren Zeitraum so zu beschäftigen, dass es ruhig ist und dass die Eltern arbeiten können, ist gar nicht so einfach. Denn, dass die Kinder nachmittags ganz still fünf Stunden brav in ihrem Kinderzimmer spielen ist nicht besonders wahrscheinlich. Irgendwas ist schliesslich immer. Die Kinder haben Hunger, die Geschwister zoffen sich ununterbrochen, sie finden die Lieblingshose nicht oder haben eine ganz wichtige Frage. Irgendwas ist halt irgendwie immer. Mit ein paar Tricks kann man aber durchaus auch zu Hause effizient arbeiten.

Homeoffice einrichten

Idealerweise hat man natürlich ein eigenes Arbeitszimmer, in dem man ganz konzentriert arbeiten kann. Damit kann aber nicht jede Wohnung dienen. Aber eventuell lässt sich das Gästezimmer, das momentan ja sowieso nicht zum Einsatz kommt, zweckentfremden. Wenn die Platzverhältnisse auch das nicht hergeben, kann man sich vielleicht mit Hilfe eines Regals eine kleine Arbeitsecke herrichten. So wird nicht die ganze Wohnung zum Arbeitsplatz und fällt es den Kindern deutlich leichter, nicht zu stören, als wenn Mama auf dem Sofa oder am Küchentisch mitten im Geschehen am Laptop sitzt. Und auch die Erwachsenen können sich hier konzentrieren und können auch mal etwas stehen und liegen lassen, ohne dass wichtige Unterlagen plötzlich mit bunten Stickern drauf oder gar nicht mehr auftauchen. 

Klare Kommunikation und feste Zeiten

Das A und O sind klare Absprachen, die man am besten alle gemeinsam trifft. Wenn beide Elternteile zu Hause sind, kann man sich auch abwechseln mit der Betreuung der Kinder, so dass der andere in dieser Zeit ungestört arbeiten kann. Ansonsten sollte man klare Bürozeiten ausmachen. Dafür machen die Eltern beispielsweise konsequent um 17 Uhr Feierabend, soweit möglich. Und dann ist Familienzeit. Aber auch tagsüber sollte es immer wieder kurze Pausen geben, in denen miteinander gesprochen, bei den Hausaufgaben geholfen oder ein Znüni gegessen wird. Mit diesen bewussten Pausen vermeidet man in der Regel ständige Unterbrechungen. Und die Kinder beschäftigen sich danach viel leichter wieder selbst. Wichtig ist, sich selbst auch daran zu halten und der Versuchung zu widerstehen, dann doch während der Bürozeit noch schnell den Geschirrspüler auszuräumen oder die Wäsche aufzuhängen. Genauso sollte in den vereinbarten Pausen beim Spielen nicht noch schnell aufs Handy schielen, um die Mails zu checken. Man spielt gemeinsam, bastelt etwas, geht kurz raus auf dem Spielplatz oder liest ein kurzes Buch vor.

Bewährt hat es sich auch, eine ruhige Zimmerstunde nach dem Mittagessen einzuführen. Oder ganz einfach abends ein Stündchen zu arbeiten, wenn die Kinder schlafen. Manchmal die beste Lösung, bevor alle nachmittags überdrehen und man doch nichts geschafft bekommt. Denn natürlich muss man trotz Zeitplan ein bisschen flexibel bleiben, alles lässt sich nun einmal nicht planen. Aber Strukturen geben Sicherheit und bringen Ruhe in den Alltag. Und die Kinder lernen schnell, wenn Mama jetzt zwei Stunden in Ruhe arbeiten kann, hat sie danach auch Zeit, mit uns etwas zu unternehmen oder zu spielen.

5 hilfreiche Beschäftigungsideen

Mama, mir ist langweilig! Das haben wir doch alle schon gehört. Hier ein paar Tipps, mit denen oftmals eine Zeit lang Ruhe herrscht. Denn auch wenn es nicht immer leicht ist, können sich Kinder durchaus auch mal gut eine Weile selbst beschäftigen.

1. Kleine Geschenke versüssen den Tag: Das muss nichts Grosses sein, zum Beispiel ein bunter Lolli, ein Rätselheft, ein paar hübsche Perlen zum Auffädeln oder buntes Papier zum Basteln. Es darf aber auch mal eine Schachtel Lego oder eine Packung Knete sein. Ein neues Spiel, das die Kinder alleine spielen können oder ein spannendes Hörbuch.
2. Kinder brauchen Bewegung: Es gibt viele tolle Apps oder Videos, mit denen Kinder zum Beispiel kleine Tanz-Choreographien einüben können. Das gefällt fast allen Kindern und abends nach Feierabend gibt es dann für die Eltern eine kleine Vorführung. Auch sonst gibt es viele tolle Angebote, bei denen man kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn die Kinder mal etwas länger vor dem Handy oder dem Fernseher hängen.
3. Kleine Helfer: Heute richten die Kinder den Zvieri für alle her und keiner redet rein. Da dürfen auch mal ein paar Smarties auf den Teller. Oder die Kinder sind heute fürs Falten und Wegräumen der Wäsche zuständig. Sie können auch Oma und Opa ganz alleine einen Brief schreiben oder malen. Und, je nach Alter, selbst zum nächsten Briefkasten bringen. Ein tolles Rennauto aus Lego bauen oder aus Papierrollen einen Zoo basteln. Ein schwieriges Puzzle legen oder eine kurze Geschichte lesen. Beschäftigungsideen gibt es viele. Und die meisten Kinder haben auch tolle eigene Ideen, die umgesetzt werden können.
4. Playdates: man darf die Kinder auch mal ohne schlechtes Gewissen für ein paar Stunde auslagern. Dabei kann man sich mit Müttern oder Vätern von Schulgspändli auch gut abwechseln. Und jeder bekommt mal eine Stunde oder zwei, in der man ohne Unterbrechungen einfach mal durcharbeiten kann.
5. Ich mache, was Mama macht: langer Spass verspricht ein Kinderbüro. Auf einem kleinen Tisch neben dem eigenen Arbeitsplatz entsteht im Handumdrehen ein zweiter Schreibtisch. Eine Schachtel wird zum Laptop, ein altes Handy für wichtige Telefonkonferenzen, ein paar Stifte, Schere, Kleber und ein Stapel Papier, fertig.

Damit beschäftigst du deine Kids: