Bullet hä? Was ist das eigentlich?

(Fotos: Estée Jannsen) Ein Bullet Journal ist ein zu Beginn leeres Notizbuch, das als Agenda dient, die Du nach Deinen eigenen Wünschen gestalten kannst. Darin ist zusätzlich Platz für To-Do-Listen, Termine, Skizzen und Gedanken. Erfunden wurde es 2016 vom amerikanischen Designer Ryder Carroll mit der Idee, ein flexibles und individualisierbares Planungssystem zu schaffen, das dir hilft, im Alltag den Überblick nicht zu verlieren. Ganz auf deine Bedürfnisse und die deiner Familie zugeschnitten, kannst du es nach individuell gestalten: von minimalistisch bis kunstvoll verziert.

Welche Vorteile hat Bullet Journaling?

Die klassischen Terminkalender haben den Nachteil, dass an Tagen, an denen viel zu tun ist, nicht mehr Platz zum Aufschreiben ist, als an anderen Tagen. Wer also etwas sucht, das perfekt den eigenen Bedürfnissen angepasst werden kann, wird beim Bullet Journal fündig. Natürlich gäbe es auch reichlich Apps, die uns dabei helfen, uns zu organisieren, aber wie schön ist es, einfach mal wieder offline zu gehen. Was sonst das Smartphone für uns erledigt, wird jetzt analog. Zudem Bullet Journal hat etwas Meditatives, dabei kann man richtig gut herunterfahren, ein kleiner Ruhepol im hektischen Alltag.

Ausserdem kann das Bullet Journal viel mehr als der klassische Terminkalender. Es bleibt zum Beispiel reichlich Platz für Erinnerungen vom letzten Urlaub. Oder für eine Liste von Büchern, die man unbedingt noch lesen möchte. Und es ist endgültig Schluss mit herumfliegenden Post-ist, verstreuten Papierfetzchen und chaotischen Notizzetteln, die ganz unten in den Untiefen deiner Handtasche verschwinden. Das Bullet Journal bringt endlich Ordnung in deine Planung. Und deinen Kopf. Ausserdem: wer kennt es nicht, das befriedigende Gefühl, Punkte auf einer To-Do-Liste abzuhaken? Das schafft täglich kleine Glücksmomente und hilft dir dabei, produktiv zu sein.

Wie starte ich mein Bullet Journal?

An Anfang kann es einen Moment dauern, um den Zugang zu finden, doch der Aufwand lohnt sich. Alles, was du für den Start brauchst, ist ein Stift, ein Lineal und ein leeres Notizbuch. Das Herz des Bullet Journals ist das Inhaltsverzeichnis, das aber erst mal noch leer bleibt. Es kommt direkt auf die erste Seite, danach folgen Jahresübersicht, Monatskalender und Tageseinträge. Klingt alles kompliziert? Keine Angst! Lass Dich nicht erschlagen von den unzähligen Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten, im Grunde ist Bullet Journaling ein sehr simples Prinzip. Es ist ganz einfach das, was du daraus machst, ein lebendiges System, das Du immer wieder neu an deine Bedürfnisse anpassen kannst. Probiere aus, was für dich am besten klappt.

Probier es doch einfach mal aus: Happy Bullet Journaling!

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